Angebot

Psychotherapie

Jeder Mensch trägt seine eigene innere Geschichte, seine Erfahrungen und seine individuellen Ressourcen in sich. Viele seelische Belastungen entstehen durch unbewusste Konflikte, Beziehungserfahrungen oder belastende Lebenssituationen. In einem geschützten, vertrauensvollen Rahmen begleite ich Sie dabei, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und neue Perspektiven zu entwickeln.


Wann kann Psychotherapie helfen?

Bei Ängsten und Unsicherheiten, depressiven Verstimmungen, Stress und Überforderung, Beziehungskonflikten, belastenden Ereignissen, Selbstwertproblemen oder Orientierung in schwierigen Lebensphasen.

Meine Schwerpunkte

Psychotherapie für queere und LGBTQIA+ Personen

Coming-out, Transition, Identitätsfindung, nicht-binäre Lebensrealitäten – mit diesen Themen arbeite ich regelmäßig und bilde mich laufend gezielt dazu fort. Das Grundlagenwissen bringe ich mit; Sie können gleich bei Ihrem Anliegen beginnen.

Sexualität & sexuelle Identität

Als Sexualpädagogin habe ich einen fachlichen Zugang zu Fragen, die in vielen Therapien nur am Rand vorkommen: sexuelle Identität, Störungen der Sexualität, Trauma im sexuellen Kontext. Sexualität ist dabei selten ein isoliertes Thema – meist erzählt sie etwas darüber, wie jemand Nähe, Kontrolle und Zugehörigkeit erlebt.

Inter- & transkulturelle Psychotherapie

Kulturelle Mehrfachzugehörigkeit kenne ich nicht nur fachlich, sondern auch aus dem eigenen Leben. Das heißt nicht, dass ich Ihre Erfahrung kenne – die sieht bei jedem Menschen anders aus. Es heißt, dass wir nicht bei null anfangen müssen, wenn es um Migrationserfahrung geht, um Rassismus, Sprache, Religion, familiäre Erwartungen oder das Leben zwischen unterschiedlichen Wertesystemen.

PMS, PMDS & Zyklusthematik

Zyklusbedingte psychische Belastungen werden häufig übergangen oder als Übertreibung abgetan. Das hinterlässt Spuren: Wer jahrelang erlebt, dass die eigene Wahrnehmung angezweifelt wird, zweifelt irgendwann selbst. In der Therapie hat beides Platz: die Beschwerden selbst – körperliche wie psychische – und die Erfahrungen, die Sie damit gemacht haben.

ADHS/ADS im Erwachsenenalter

Viele Erwachsene mit ADHS haben sich über Jahre erklärt, sie seien faul, chaotisch oder einfach nicht belastbar genug. Eine Diagnose korrigiert diese Erklärung nicht automatisch – sie ist da längst Teil des Selbstbildes geworden. In der Therapie geht es deshalb nicht um gut gemeinte Ratschläge zu Struktur und Disziplin, sondern um ein genaueres Verständnis davon, wie Ihr Denken und Erleben tatsächlich funktioniert: was es braucht, was es kostet – und wie Sie damit umgehen können, ohne sich dabei ständig selbst zu verurteilen. Neurodivergent zu sein heißt, anders zu funktionieren. Nicht, schlechter zu funktionieren.

Lebens-, Sinn- & Identitätskrisen

Nicht jedes Anliegen braucht eine Diagnose. Umbrüche, Orientierungslosigkeit oder das Gefühl, das eigene Leben passe nicht mehr zu einem, sind gute Gründe für Psychotherapie. Dahinter steht oft die Frage, wohin man eigentlich unterwegs ist – und ob das Ziel wirklich das eigene ist oder eines, das man irgendwann übernommen hat.

Weitere Themen unter anderem: Persönlichkeitsstörungen, Zwangsstörung, Selbstverletzung & Suizidalität – sprechen Sie mich im Erstgespräch gerne direkt darauf an.

Meine Methode

Mein therapeutischer Zugang orientiert sich an der Individualpsychologie nach Alfred Adler. Sie betrachtet Menschen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit ihren Beziehungen, Erfahrungen und Zielen – und fragt weniger, woher ein Verhalten kommt, als wozu es dient. Symptome sind aus dieser Sicht keine Defekte, sondern Lösungsversuche, die irgendwann einmal sinnvoll waren.

Konkret heißt das: Wir schauen gemeinsam auf die Muster, die Sie durchs Leben tragen, verstehen ihren ursprünglichen Zweck – und erarbeiten von dort aus neue Möglichkeiten. Ermutigung statt Bewertung ist dabei kein Zusatz, sondern selbstverständlich.

Setting & Frequenz

Ich biete sowohl das Gespräch im Sitzen (gegenüber) als auch das analytische Setting im Liegen an. Im sitzenden Setting finden die Sitzungen in der Regel einmal wöchentlich statt und eignen sich gut, um aktuelle Anliegen, Beziehungsmuster und konkrete Lebensthemen im direkten Austausch zu bearbeiten.

Das liegende, analytische Setting ist im Ablauf ungewohnter, aber gerade deshalb oft besonders wirksam: Ohne Blickkontakt und im Liegen fällt es vielen Menschen leichter, frei zu assoziieren – Gedanken kommen ungefiltert, ohne dass man sich dabei beobachtet fühlt. Das ermöglicht einen tieferen Zugang zu unbewussten Mustern, die im sitzenden Gespräch oft verborgen bleiben. Dieses Setting findet – je nach Anliegen und Therapieprozess – ein- bis mehrmals pro Woche statt; die höhere Frequenz schafft Kontinuität und trägt dazu bei, dass sich zwischen den Sitzungen ein roter Faden entwickelt, statt bei jedem Termin neu anzusetzen.

Welches Setting zu Ihnen passt, muss nicht von Anfang an feststehen – wir klären das gemeinsam im Erstgespräch und können es im Verlauf der Therapie auch anpassen.

Erstgespräch

Ein Erstgespräch bietet die Möglichkeit, sich kennenzulernen und Ihr Anliegen in Ruhe zu besprechen. Ebenso wichtig ist zu spüren, ob eine vertrauensvolle Basis entstehen kann – denn eine gute therapeutische Beziehung ist die wesentliche Grundlage für einen gelingenden Prozess.

LEISTUNGEN & PREISE

Erstgespräch

kostenlos

30 Minuten
Kennenlernen & Anliegen klären

Einzeltherapie

€ 80

50 Minuten
sitzend oder liegend
vor Ort oder online

Paartherapie

€ 100

60 Minuten
auch als Doppeleinheit möglich

Sozialtarifplätze: Psychotherapie soll leistbar sein – deshalb biete ich eine begrenzte Anzahl an Plätzen zu einem reduzierten Tarif an. Sprechen Sie mich gerne darauf an.

Hinweis: Eine Teilrefundierung durch die Krankenkasse oder ein Kassenplatz sind derzeit nicht möglich.

Rahmenbedingungen

  • Absageregelung: Bitte sagen Sie Termine spätestens 48 Stunden vorher ab.
  • Verschwiegenheitspflicht: Nach § 45 Psychotherapiegesetz werden alle Angaben streng vertraulich behandelt. Eine Ausnahme besteht bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung.

„Nicht alles zeigt sich auf den ersten Blick.“